Mittwoch, 21.04.2021 09:37 Uhr

Weniger Mieteinnahmen durch Corona

Verantwortlicher Autor: Stefan Cramer Mainz, 16.02.2021, 10:58 Uhr
Presse-Ressort von: Stefan Cramer Bericht 4892x gelesen

Mainz [ENA] Die Corona Krise zeigt nach und nach deutlich meßbare und vor allem monetäre Auswirungen auf die Immobilienwirtschaft. Immer deutlicher werden die Auswirkungen auch in Innenstädten sichtbar. Insbesondere im Einzelhandel und der Gastronomie, aber auch im Bereich der Fitness- und Unterhaltungsindustre sind Schließungen bereits erfolgt, oder stehen offensichtlich unmittelbar bevor.

In vielen Innenstädten kann man bereits einige Folgen der Corona Pandemie deutlich wahrnehmen. Restaurants, kleinere familiär geführte Spezialisten, die von Laufkundschaft abhängig sind und im Wettbewerb des Online- Handels schon vor der Krise Schwierigkeiten hatten, kommen ins Straucheln und müssen mangels stattlicher Hilfen aufgeben. Nicht selten scheitern gut gemeinte staatlich zugesicherte Corona Hilfen an nicht ausreichend hohen Verlusten der betroffenen Einzelhändler. Sind 30% Verlust erforderlich und der Ladeninhaber stemmt sich mit aller Energie dorch Click and Collect dagegen, erreicht dadurch weniger Verlust, so entfallen die stattlichen Unterstützungsleistungen. Ein klassisches Paradoxum.

Die Corona Hilfen waren gut gemeint, aber im Detail nicht wirklich zu Ende gedacht. Auf der anderen Seite kann bei den großen Playern am Markt auch beobachtet werden, dass unrentable Filialen geschlossen und deren Mitarbeiter entlassen werden. Das betrifft Airlines und Modeketten, sowie Franchise Unternehmen gleichermaßen. Erwartbar hat sich auch gezeigt, dass Unternehmen mit entsprechender Marktmacht die ersten waren, die Mietforderungen gemindert und nur noch unter Vorbehalt gezahlt haben. Institutionelle Vermieter sind auch hier gerfagt, diese zumindest bis zur abschließendenrechtlichen Klärung der Ansprüche, auch den kleineren Gewerbetreibenden wie Fitnessstudios, Beautysalons u. a. zu gewähren.

Schon jetzt gibt es institutionelle Vermieter wie Unibail-Rodamco-Westfield, die im Jahr 2020 einen Rückgang der Nettomieteinnahmen in Höhe von 28,1 % zu verzeichnen haben. Allein bei Shopping Centern lag der Rückgang bei 25,9 %, im Messegeschaft gab es fast gar keine Einnahmen mehr. Es ist jetzt keine Frage sondern eine Tatsache, dass Immobilienfonds in gleichem Maße betroffen sein werden und die Anleger, seien es Privatpersonen oder Anlageprodukte der Versicherer unmittelbar betroffen sein werden. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die stets krisenerprobte Immobilienwirtschaft hierauf angemessen und erfolgreich reagieren kann. (Zahlenquellen und weitere Informationen https://www.thomas-daily.de/service/td-morning-news )

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