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Schlussbericht Expo Real

Verantwortlicher Autor: Stefan Cramer München, 16.10.2017, 11:57 Uhr
Presse-Ressort von: Stefan Cramer Bericht 6202x gelesen

München [ENA] Die EXPO REAL 2017, die vom 4. bis 6. Oktober 2017 in München stattfand, toppte alle bisherigen Rekorde. 2.003 Unternehmen, Städte und Regionen aus 35 Ländern stellten aus – 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Stimmung in der Branche ist positiv und gleichzeitig achtsam. Die EXPO REAL 2017 bestätigt mit einer Rekordbeteiligung ihre Position als führender Branchentreffpunkt in Europa.

Über 2000 Aussteller bedeuten ein Plus von 13 Prozent gegenüber2016, mehr als 41.500 Teilnehmer ein Plus von etwa 6,1 Prozent. Die Rekordbeteiligung zeigt die Entwicklung in der Immobilienwirtschaft, in Zeiten in denen die Immobilie mangels Zinserträgen am Kapitalmarkt eine immer bedeutendere Rolle übernimmt. Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, vor allem die niedrigen Zinsen befeuern die starke Entwicklung und eine Kehrtwende ist aktuell nicht in Sicht. Angesichts der nicht berechenbaren Zinspolitik am europäischen Markt, flüchten die Anleger mangels Alternativen in das sogenannte Betongold. Ob diese Geldanlagen sicherer sind als Aktien bleibt abzuwarten. Die Gefahr einer erneuten Blasenbildung scheint durchaus gegeben.

Letztendlich wird dies unter anderem von der Zinspolitik der EZB abhängen. Ein weiteres großes Thema war die Digitalisierung in der Immobilienwelt. Die Digitalisierung wird weithin als Allzweckwaffe gesehen, die als Revolution den Arbeitsalltag verändern soll. Unterscheiden muss man hier allerdings die verschiedenen Felder, in denen eine KI (künstliche Intelligenz) eingesetzt werden kann und verwertbare Ergebnisse liefert. Im Bereich der Vermittlung von Wohnraum und der Verwaltung gibt es durchaus nützliche Tools, die angefangen von der Formularverwaltung über die Steuerung der Gebäudeautomation bis hin zur automatisierten Erfassung verschiedenster Parameter durchaus hilfreich sind.

Im Bereich der Auswertung von Dokumenten wie es im Transaktionsprozeß unumgänglich ist, zeigen sich sehr schnell die Grenzen der aktuell vorhandenen Möglichkeiten. Die Wettbewerber am Markt sind seit einiger Zeit in der Lage Mietverträge auszulesen und vernünftige Ergebnisse zu liefern. Allein der Weg vom gescannten Vertrag bis zum finalisierten Report ist aufwendig und sehr kostenintensiv. Mietverträge sind zudem auch nur ein, wenn auch wichtiges Element eines Transaktionsdatenraumes. Wie man in Zukunft auch technische und sonstige Unterlagen auswerten will, ist noch nicht wirklich in Sicht. Bleibt abzuwarten, was die Generation Proptech noch entwickeln kann. Quelle: www.exporeal.net

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