Montag, 28.09.2020 07:14 Uhr

Gesundheitspolitik und Regierungsprogramm

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 16.01.2020, 19:09 Uhr
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Wien [ENA] Bei einer Pressekonferenz in der Ärztekammer Wien hat der Präsident der österreichischen ÄK Dr. Thomas Szekeres darauf hingewiesen, dass "es wieder einmal kein eigenes Gesundheitsministerium geben wird und die Wichtigkeit eines sochen unterschätzt wird." Das ist richtig, wir haben kein Gesundheitsministerium, dafür aber seit 2018 ein Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Das ist irgendwie symptomatisch für eine Zeit, in der wir uns zwar "Kopf über" in eine neue Technologie hineinstürzen, aber deren gesundheitliche Risiken, wie zum Beispiel die elektromagnetische Strahlung beim 5gNetz, noch gar nicht abschätzen können.Aber es gibt auch andere Probleme. Dr. Harald Mayer, Vizepräsident der ÖÄK weist darauf hin, dass "ELGA noch immer keine Arbeitserleichterung darstellt. Spitalsärzte verlieren langsam das Vertrauen in eine funktionierende elektronische Gesundheitsakte. Wir benötigen für eine rasche Übersicht keine pdf-Müllhalden, sondern übersichtlich strukturierte Patientendaten." Wenn man noch das Problem der Cyberkriminalität dazuzählt, dann könnte das System mit einem Schlag zusammenbrechen.

Weitere Aspekte des Positionspapier der ÖÄK betreffen Prävention und Gesundheitsförderung, Sozialversicherung, wohnortnahe und flächendeckende Gesundheisversorgung oder optimale Bedingungen für das Gesundheitswesen.Vizepräsident der ÖÄK Dr. Johannes Steinhart begrüßt, dass im Regierungsprogramm viele Forderungen der Bundeskurie niedergelassener Ärzte zu finden sind. Erfreulich ist auch, dass laut Regierungsprogramm die Gesundheitsversorgung nachhaltig finanziell abgesichert sein soll, und dass es ein Bekenntnis zur flächendeckenden Versorgung gibt.,

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