Donnerstag, 17.10.2019 14:40 Uhr

Woelki verschafft Geflüchteten Heim und Arbeit

Verantwortlicher Autor: Jochen Raffelberg Köln, 02.04.2019, 16:46 Uhr
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Köln [ENA] Das Erzbistum Köln hat in den letzten drei Jahren mehr als 300 Jobpatenschaften auf den Weg gebracht und rund 100 Geflüchtete bei kirchlichen Arbeitgebern eingestellt. Dies ist das Ergebnis des Projekts „Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz“ unter Federführung des Diözesan-Caritasverbandes, das am kommenden Samstag von Projektträger und Beteiligten in Siegburg erläutert werden soll.

Wie die Kölner Kurie am Dienstag mitteilte, haben sich im Rahmen des Projekts ehrenamtliche Mentoren um Geflüchtete und ihren Einstieg in den Arbeitsmarkt gekümmert, ihnen bei der Jobsuche, beim Deutschlernen oder dem Kennenlernen einheimischer Arbeitskultur geholfen. Bei der Abschlussveranstaltung der Aktion wollen Geflüchtete ihren Weg in den deutschen Arbeitsmarkt beschreiben und ihre Mentoren über die genommenen Hürden berichten. Kirchliche Arbeitgeber würden von Vorteilen und Schwierigkeiten der neuen Kollegen erzählen. An der Veranstaltungen nehmen auch Weihbischof Ansgar Puff, Dieter Bohnes von der Bundesagentur für Arbeit und die Caritas-Beauftragte Andrea Raab teil.

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hatte die Initiative ins Leben gerufen mit dem Ziel, aus Geflüchteten auch Nachbarn zu machen. Während die Kirche Projekte für Geflüchtete mit rund einer Million Euro unterstützte, mit denen Bildungs-, Freizeit- oder Betreuungsprojekte finanziert werden konnten, stellte die Kölner Initiative überdies wichtige Informationen und Hintergrundwissen für ehrenamtliche Unterstützer zum Beispiel zum Asylrecht und zur Situation in den Herkunftsländern zur Verfügung, aber auch Berichte über gut funktionierende Netzwerke, aktuelle Veranstaltungen oder Interviews mit Geflüchteten auf einer speziellen Internetseite.

Ausserdem setzte sich die Aktion Neue Nachbarn dafür ein, dass geflüchtete Kinder und ihre Familien nicht in Gemeinschaftsunterkünften wohnen müssen. In Zusammenarbeit mit lokalen Wohnungsbaugenossenschaften wurden bereits weit über 100 Wohnungen für Geflüchtete zur Verfügung gestellt. Auch das Erzbistum Köln ermöglicht Geflüchteten eine menschenwürdige Unterbringung. Kai Diekelmann, Leiter der Abteilung Integration und Migration beim Caritas-Verband, sagt im Interview mit domradio.de, es gebe nach der Zusammenlegung von Pfarrgemeinden zu Seelsorgebereichen manches Pfarrhaus oder manches Pfarrheim, das leer stehe oder nicht mehr täglich genutzt werde.

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